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Pressemeldungen

Start für dunkle Nächte: Umweltminister Albrecht zu Gast bei Parasol

Umweltminister Jan Philipp Albrecht war zu Gast bei der Parasol GmbH & Co. KG und gab das Startzeichen für dunkle Nächte in der Region. „Mit der Inbetriebnahme der bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung fördern wir die Akzeptanz der Windenergie,“ erklärte Claas Arlt, Geschäftsführer. Die Einbindung der Bürger vor Ort und die Akzeptanz sei dem Unternehmen sehr wichtig. In der Nordhälfte der Reußenköge ist das nächtliche Blinken bereits abgeschaltet, ebenso mittels des Passiv-Radar-Systems von Parasol.

Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht sagte: “Wir haben uns seit Jahren für eine bundesweit verpflichtende Regelung zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung eingesetzt. Ich freue mich besonders, dass ich hier auf dem Dirkshof ein wegweisendes Projekt in Schleswig-Holstein kennenlernen darf. Ich hoffe, dass weitere Projekte folgen werden, so dass es in Schleswig-Holstein – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – nachts bald dunkel ist.“
Umweltminister Jan Philipp Albrecht informierte sich vor Ort über die Funktionsweise des Passiv-Radar-Systems und zur Umweltfreundlichkeit dieser technischen Lösung. „Unser System ist aus unserer Sicht die zurzeit sinnvollste Lösung, die es auf dem Markt gibt“ erklärte Claas Arlt. „Wir erzeugen keine zusätzlichen Strahlungen, stattdessen nutzen wir bestehende Signale,“ begründete Arlt den Vorteil der Technik. Parasol wurde vom Dirkshof zusammen mit der Fraunhofer Institut entwickelt und wird zur bedarfsgesteuerten Regulierung der Nachtkennzeichnung an Windenergieanlagen eingesetzt. Die Passiv-Radar Technik besteht aus mindestens drei im Windpark zu montierenden Sensoren, die jeweils mit zwei Antennen rund um die Uhr Fernseh- und Mobilfunksignale empfangen. Datentechnisch miteinander verknüpft werden solche Reflexionen erkannt, die sich durch ein näherndes Flugobjekt ergeben. Da Parasol keine eigene Frequenzzuteilung durch die Bundesnetzagentur benötigt und durch die vorliegenden Anerkennungen - erteilt durch die Deutsche Flugsicherung - freigeschaltet ist, ist es sofort und flächendeckend einsatzbereit.
Im Austausch mit dem Umweltministerverwies Claas Arlt auch auf die aktuellen Herausforderungen durch das Energiesammelgesetz. Darin wurde die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung ab dem 1. Juli 2020 als verpflichtend festgeschrieben. „Die derzeitige technologiespezifische Formulierung hat im jüngsten Energiesammelgesetz zu Irritationen der Windparkbetreiber geführt, denn das Gesetz ist nicht technologieoffen formuliert. Stattdessen wird einer einzigen Technologie, der sogenannten Transpondertechnologie, ein Privileg eingeräumt“, verdeutlichte Claas Arlt und forderte daher: „Jetzt setzen wir auf die Plausibilität, Vernunft und Unterstützung der Landespolitik in Berlin für eine gesetzliche technologieoffenen Betrachtung und investieren weiter in neue Parasol-Projekte.“

Nach dem bevorstehenden Technologie-Update ist die Südhälfte des Windparks Reußenköge ausgerüstet, so dass im Laufe der nächsten Wochen an allen 50 Windenergieanlagen das nächtliche Dauerblinken abgeschaltet werden kann. Außerdem sind mittels mobiler Antenneneinheiten weitere Messungen an anderen Standorten in Schleswig-Holstein durchgeführt worden, damit werden weitere Parks folgen. Claas Arlt weiter: „Wir hoffen, dass diese irritierende Gesetzesvorlage angepasst wird, eine technologieoffene Ausgestaltung muss das Ziel sein. Dann können Windparkbetreiber selbst die beste Technik wählen.“

Zum Hintergrund:
Parasol gehört zum Dirkshof - einem der norddeutschen Pioniere in der Windbranche, die seit 30 Jahren im Bereich Erneuerbare Energien erfolgreich tätig sind. Neben der Entwicklung von schlüsselfertigen Projekten sowie der kaufmännischen und technischen Betriebsführung ist das erklärte Ziel des Dirkshofs, die Veredelung der grünen Energie voranzubringen sowie die Wertschöpfung und die Arbeitsplatzsicherung vor Ort zu erhalten.